So langsam wird der Berg mit eingegangenen Rückmeldungen echt unhandlich. Zeit, ihn aufzuräumen.
Ich habe fast nur Antworten bekommen, nach denen ich nichts gespeichert hätte. Dies waren: LKA Rheinland-Pfalz, LKA Berlin, LKA Nordrhein-Westfahlen und Interpol.
Der Brief aus Frankreich (Interpol) ist im schwersten Englisch verfasst, dass ich in letzter Zeit lesen durfte. Schön zu wissen, das auch juristisches Englisch sehr kompliziert ist. Interpol wollte übrigens keine Ausweiskopie haben.
Der Fußnote im Brief aus Berlin ist es zu verdanken, dass ich jetzt das Verbot, den Inhalt des Briefes an Dritte weiterzugeben, welches mir Schleswig-Holstein auferlegte, besser zu verstehen glaube. Das LKA Berlin weißt nämlich darauf hin, dass dieses Auskunftsrecht ein “Abwehrrecht” für Betroffene sei, keineswegs jedoch als Mittel zur Sicherheitsüberprüfung für Firmen und andere gedacht ist. Hierfür gebe Führungszeugnisse.
Das LKA Rheinland-Pfalz speichert die Tatsache meines Auskunftsersuchen für 12 Monate. Das beißt sich etwas damit, dass der VS Rheinland-Pfalz die selbe Tatsache bis zum Ende des folgenden Kalenderjahres speichert. Denn entweder speichern erstere zu kurz, oder letztere zu lang.
Das LKA Saarland möchte eine beglaubigte Ausweiskopie haben.
Inzwischen haben sich ganz viele neue Schreiben hier angesammelt, welche ich jetzt dokumentieren möchte.
Folgende Ämter haben mir nichts mitzuteilen: LKA Brandenburg, VS Sachsen, VS Sachsen-Anhalt sowie das LKA Schleswig-Holstein.
Die letzten beiden haben mir meine PA-Kopien trotz Aufforderung nicht zurückgesandt, die anderen beiden haben keine physikalische Kopie erhalten.
Das LKA SH hält sich übrigens für ganz besonders wichtig, und weißt darauf hin, “dass diese Auskunft ausschließlich für Ihre persönliche Verwendung und nicht für die Weitergabe an Dritte bestimmt ist.”
Der VS Sachsen wollte ganz sicher gehen, dass wirklich nur ich die Auskunft erhalte, und hat mir ein Einschreiben mit Rückschein gesandt, welches nur an mich persönlich abzugeben war. Ich finde das prinzipiell gar nicht schlecht, ist aber vielleicht auch etwas übertrieben.
Außerdem hat mir die Schufa geantwortet. Der Brief ist sehr ausführlich. Es sind alle wichtigen Eckpunkte meines geschäftlichen Lebens angegeben, wobei die Schufa nicht nur die Einschätzung meiner Kreditwürdigkeit unterstützt, sondern außerdem zwei Mal meine Identität bestätigt hat. Außerdem weiß die Schufa von allen meinen bisherigen Adressen in Deutschland, was insofern irritiert, als dass ich in einer nie gemeldet war, und nur 1-2 Briefe von meiner Bank dahin bekommen habe.
Das LKA Niedersachsen hat geschrieben. Über mich ist nichts gespeichert, für eine Datenbank mussten sie die Anfrage aber weiterleiten. Die schreiben mir dann nochmal. Im übrigen wollten sie keine Ausweiskopie sehen.
Veröffentlicht unter LKA Niedersachsen
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Ich erwähne ja öfters, dass meine Ausweiskopie akzeptiert wurde, oder, viel schlimmer, eben nicht. Damit klar ist, wie diese aussah, möchte darauf kurz eingehen.
Ich habe folgende Angaben nicht geschwärzt: Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort, Ablaufdatum (damit ersichtlich ist, dass der Ausweis noch gültig ist), Unterschrift und die Adresse. Geschwärzt habe ich (fast) alles andere, insbesondere die Nummern oben rechts und vorne unten.
Nicht geschwärzt habe ich auf vielen bisher versandten Kopien das Passfoto, einfach, weil ich es vergessen habe. Ab jetzt werde ich das aber machen.
Veröffentlicht unter Zum Hintergrund
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Es kamen Antworten, und endlich mal wieder ohne Seltsamkeiten.
Das LKA Brandenburg möchte eine Ausweiskopie sehen.
Das LKA Hamburg weißt mich, wie auch schon das Bundesamt für Justiz, darauf hin, dass sie mir evtl. gerade begonnene Verfahren verschweigen dürfen. Davon abgesehen ist über mich nichts bekannt. Hamburg wollte im übrigen keine Ausweiskopie sehen.
So langsam wird es wirklich anstrengend. Denn es kommt zu Komplikationen, die gelöst werden müssen, was nicht leicht sein dürfte.
Zunächst aber das übliche: Das LKA Rheinland-Pfalz möchte eine Ausweiskopie sehen. Da haben sie sich zwar ganz schön Zeit gelassen, aber immerhin eine Antwort.
Nun zu den Komplikationen:
Das LKA Mecklenburg-Vorpommern findet, wie das LKA Sachsen-Anhalt, ich hätte zu viel geschwärzt. Hier sind die Lösungsvorschläge jedoch naheliegender; ich soll eine ungeschwärzte Kopie übersenden. Meine geschwärzte Kopie habe ich trotz Bitte nicht zurückbekommen.
Das LKA Thüringen hat sich auch gemeldet und versucht bei mir den selben Scheiß wie auch schon bei morphium. Ich soll “die Art der personenbezogenen Daten, über die Aufkunft erteilt wird, sowie den Grund [meines] Auskunftsverlangens” mitteilen. Außerdem verlangen sie eine “amtlich beglaubigte Ablichtung des Personalausweises” Ich denke ja nicht dran.
Das macht zwei weitere Briefe an Datenschutzbeauftragte.
Gestern wurde ich wieder von Antworten überrollt.
accumio und Bürgel haben mir geantwortet. Damit habe ich jetzt von allen Auskunfteien außer der Schufa eine Selbstauskunft erhalten. Interessanter Weise unterscheiden sich die vorhergesagten Rückzahlwahrscheinlichkeiten teilweise erheblich. Bei accumio sind es 97,95%, bei CEG nur 80,41%. Da alle das selbe über mich wissen, ist es doch interessant, auf wie viele Arten eine Nachbarschaft oder das Alter von Personen interpretiert werden kann.
Außerdem kam Post von zwei Landeskriminalämtern. Das LKA Baden-Württemberg hat über mich nichts gespeichert. Interessanter ist da die Antwort des LKA Sachsen-Anhalt. Dieses befindet, ich hätte auf meiner Ausweiskopie zu viel geschwärzt. In den Vorschlägen, wie dies gelöst werden könnte, ist jedoch die Möglichkeit zur Einsendung einer weniger geschwärzten Kopie nicht erwähnt, jetzt soll ich auf einmal mind. eine beglaubigte Kopie einsenden. Da dem LKA Baden-Württemberg die selbe Kopie vorlag und vor allem ausreichte, finde ich das etwas seltsam. Mal sehen, was der Datenschutzbeauftragte dazu sagt.
Einzig das LKA Baden-Württemberg hat es geschafft, der Bitte auf Rücksendung der Ausweiskopie nachzukommen.
Es sind wieder zwei Briefe angekommen.
Am Dienstag schrieb die CEG. Ich bin ihr bekannt, aber sie wissen nicht viel über mich. Meinen Punktwert, sonst nichts…
Außerdem schreib mir das Bundesamt für Justiz. Ich wurde erst darüber aufgeklärt, dass frisch angelaufene oder besonders schwierige Ermittlungsverfahren verschwiegen werden dürfen. Ansonsten ist nichts bekannt. Ich war also doch zu brav in meiner Jugend.
Nachtrag:
CEG der Bitte um Rücksendung der Ausweiskopie nicht entsprochen.
Am Mittag des letzten Donnerstag, dem 8.3., habe ich 9 Briefe mit Personalausweiskopien an die diese verlangenden Behörden versandt. Heute habe ich die erste Antwort aus Potsdam erhalten.
Die Bundespolizei hat mir geschrieben, dass über mich nichts bekannt ist. Die Personalausweiskopie habe ich wie gewünscht zurückerhalten.
Veröffentlicht unter Bundespolizei
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Der VS Niedersachsen hat über mich “ weder eine Akte geführt [...] noch Angaben in Dateien gespeichert [...].”
Das Polizeipräsidium Duisburg wundert sich, dass ich meine Anfrage an das LKA Nordrhein-Westfalen an sie sandte. Sie würden sich trotzdem darum kümmern, wollen aber eine Ausweiskopie. Vielleicht verraten sie mir ja auch die zuständige Adresse, sodass die nächsten Briefe des Auskunftsgenerators an die richtige Behörde gehen.